Muttermal entfernen

Ambulante Entfernung von Muttermalen nach hautärztlicher Beurteilung. Je nach Befund mittels chirurgischer Entfernung zur Laboruntersuchung oder abtragender Laserverfahren.

Muttermal entfernen Frankfurt

Muttermale können sich im Laufe des Lebens verändern oder im Alltag als störend empfunden werden. In unserer Privatpraxis für Dermatologie und Hautchirurgie in Frankfurt beurteilen wir Ihre Muttermale hautärztlich und entfernen sie anschließend ambulant. Je nach Befund setzen wir auf die klassische chirurgische Entfernung zur Laboruntersuchung oder auf abtragende Laserverfahren.

Welche Arten von Muttermalen gibt es?

Fast jeder Mensch hat sie: Muttermale (Nävi). Sie sind gutartige Veränderungen der Haut, die durch eine Ansammlung von pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) oder Gefäßen entstehen. Ein durchschnittlicher Erwachsener besitzt zwischen 10 und 40 dieser Flecken.

Doch Muttermal ist nicht gleich Muttermal. Sie unterscheiden sich in Farbe, Form, Tiefe und Entstehung.

Die klassischen Pigmentmäler (Melanozytäre Nävi)

Diese Muttermale entstehen durch die Vermehrung von Melanozyten, den Zellen, die für die Bräunung unserer Haut verantwortlich sind. Je nachdem, in welcher Schicht der Haut die Zellen liegen, unterscheidet man drei Haupttypen:

Junktionsnävus:

  • Aussehen: Flach, scharf begrenzt, meist dunkelbraun bis schwarz.
  • Lage: Die Pigmentzellen liegen in der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis).

Compoundnävus (Mischform):

  • Aussehen: Leicht erhaben, meist ebenmäßig braun, manchmal mit leicht rauer Oberfläche.
  • Lage: Die Zellen befinden sich sowohl in der Ober- als auch in der darunterliegenden Lederhaut.

Dermalnävus (Echtes Muttermal):

  • Aussehen: Deutlich erhaben, knoten- oder knöpfchenartig, oft haut- bis hellbraun. Aus ihnen wachsen nicht selten kleine Haare.
  • Lage: Die Pigmentzellen liegen tief in der Lederhaut (Dermis).

Besondere und atypische Formen

Manche Muttermale weichen vom typischen Erscheinungsbild ab. Sie erfordern oft etwas mehr Aufmerksamkeit:

Atypischer / Dysplastischer Nävus:

  • Diese Formen sind meist größer als 5 mm, unregelmäßig geformt und mehrfarbig (eine Mischung aus Braun-, Rot- und Rosatönen). Sie sind zwar gutartig, gelten aber als Indikator für ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs und sollten regelmäßig ärztlich kontrolliert werden.

Halo-Nävus (Sutton-Nävus):

  • Ein braunes Muttermal, das von einem weißen, pigmentfreien Ring umgeben ist. Hier versucht das eigene Immunsystem, die Pigmentzellen abzubauen. Das Muttermal verblasst oft mit der Zeit von selbst.

Blauer Nävus:

  • Ein kleines, festes Knötchen von blau-grauer oder blau-schwarzer Farbe. Die ungewöhnliche Farbe entsteht durch die tiefe Lage der Pigmentzellen in der Haut, welche das Licht anders bricht.

Kongenitaler Nävus (Geburtsmal):

  • Diese Muttermale sind bereits bei der Geburt vorhanden oder entstehen kurz danach. Sie können von winzigen Flecken bis hin zu großflächigen, behaarten Arealen reichen.

Gefäßbedingte Muttermale

Umgangssprachlich werden auch Hautveränderungen als Muttermal bezeichnet, die gar nicht aus Pigmentzellen bestehen, sondern aus Blutgefäßen:

  • Storchenbiss (Feuermal): Blassrote Flecken am Hinterkopf, der Stirn oder den Augenlidern von Neugeborenen, die meist im ersten Lebensjahr verblassen.
  • Hämangiom („Blutschwämmchen“): Gutartige Wucherungen von Blutgefäßen, die als kleine, leuchtend rote Punkte oder Erhebungen sichtbar sind.

Wann sollte man zum Hautarzt?

Die meisten Muttermale sind völlig harmlos. Dennoch können sich aus manchen Formen (oder neu auf der Haut) bösartige Veränderungen entwickeln. Zur Selbstkontrolle hilft die einfache ABCDE-Regel:

  • Asymmetrie: Das Muttermal ist nicht gleichmäßig rund oder oval.
  • Begrenzung: Die Ränder sind unscharf, zackig oder fransig.
  • Color (Farbe): Der Fleck hat unterschiedliche Farbtöne (z. B. braun, schwarz, rötlich).
  • Durchmesser: Das Muttermal ist größer als 5 mm.
  • Entwicklung: Es verändert sich in Form, Größe oder Farbe oder fängt an zu jucken oder zu bluten.

Wenn Ihnen ein Muttermal auffällt, das sich verändert oder neu hinzugekommen ist, lassen Sie es bei einem jährlichen Hautkrebsscreening bei uns in der Praxis abklären.

Hautkrebs ABCDE Regel

Wann sollte oder kann man ein Muttermal entfernen lassen?

Die Gründe für eine Entfernung sind meist entweder medizinischer oder kosmetischer Natur.

  1. Medizinische Indikation: Verändert sich ein Muttermal in Form, Farbe oder Größe (Verdacht auf Hautkrebs bzw. Muttermal-Malignität) oder blutet und juckt es, sollte es umgehend dermatologisch untersucht und ggf. operativ entfernt werden.
  2. Funktionelle Gründe: Hervorstehende Muttermale im Gesicht, am Hals oder an Stellen, an denen BH-Träger, Gürtel oder Rasierer reiben, können störend oder schmerzhaft sein

Sicherheit geht vor: Jedes operativ entfernte Muttermal wird in unserer Praxis routinemäßig zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) an unser Partnerlabor geschickt, um bösartige Veränderungen sicher auszuschließen.

Methoden zur Muttermalentfernung in unserer Frankfurter Praxis

Je nach Befund, Gewebetiefe und Lokalisation wählen wir das schonendste Verfahren für Sie:

Chirurgische Entfernung

  • Wann angewendet: Bei allen medizinisch auffälligen Muttermalen sowie tief sitzenden, erhabenen Pigmentmalen.
  • Ablauf: Unter lokaler Betäubung wird das Muttermal mit dem Skalpell präzise herausgeschnitten. Die Wunde wird anschließend mit modernsten, feinsten Nahttechniken verschlossen, häufig fortlaufend unter der Haut, um sichtbare Narben auf ein Minimum zu reduzieren.

Entfernung mittels Laser

  • Wann angewendet: Ausschließlich bei eindeutig gutartigen oder leicht erhabenen Muttermalen.
  • Ablauf: Das Pigmentgewebe wird mit energiereichem Laserlicht präzise und schichtweise abgetragen. Die Behandlung hinterlässt meist nur eine feine Schürfwunde, die rasch abheilt.

Wie läuft die Muttermalentfernung ab?

  1. Erstuntersuchung & Aufklärung
    Mithilfe der Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) beurteilen wir Ihr Muttermal exakt und legen gemeinsam die beste Behandlungsmethode fest.
  2. Schonende Entfernung
    Der Eingriff erfolgt ambulant in unseren Praxisräumen unter örtlicher Betäubung. Sie spüren in der Regel während des kurzen Eingriffs keine Schmerzen.
  3. Wundpflege & Nachsorge
    Sie erhalten von uns einen passenden Wundverband sowie detaillierte Tipps zur Narbenpflege für eine optimale Abheilung.
  4. Histologische Untersuchung
    Bei operativer Entfernung wird das Gewebe histologisch analysiert. Das Ergebnis liegt uns meist nach wenigen Tagen vor.

FAQ - Häufig gestellte Fragen nach der Muttermalentfernung

Wie verhalte ich mich in den ersten Tagen nach dem Eingriff?

Halten Sie die Wunde sauber und trocken. Vermeiden Sie in den ersten Tagen starke körperliche Belastung oder Sport, um Zug auf die Naht bzw. Wunde zu verhindern und Nachblutungen zu vermeiden.

Nach der Entfernung eines Muttermals hängt der richtige Zeitpunkt für die erste Dusche vor allem von der Art des Wundverbands ab. Wenn ein wasserdichtes Spezialpflaster verwendet wird, ist ein kurzes Duschen meist schon ab dem ersten oder zweiten Tag nach dem Eingriff problemlos möglich; auf Vollbäder oder langen Wasserkontakt sollte jedoch vorerst verzichtet werden. Wurde hingegen ein normales Pflaster aufgetragen, muss die Wunde für mindestens 48 Stunden absolut trocken bleiben. Um den Heilungsprozess nicht zu gefährden, empfiehlt es sich, das Pflaster nach dem Duschen vorsichtig trocken zu tupfen oder es umgehend gegen ein frisches auszutauschen, falls doch Feuchtigkeit an die Wunde gelangt ist.

Auch bei sportlichen Aktivitäten und Wellness ist nach dem Eingriff etwas Geduld gefragt. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder sanftes Training ist meist erst nach dem Fadenzug zu empfehlen. Mit intensivem Sport oder Krafttraining sollte man insbesondere bei Eingriffen am Rücken oder an Gelenken mindestens drei bis vier Wochen warten, da die starke Muskelspannung die frische Narbe sonst unnötig dehnen oder wieder aufreißen könnte. Auf Schwimmen, Saunagänge und Vollbäder muss ebenfalls so lange verzichtet werden, bis die Fäden gezogen und die Wunde lückenlos geschlossen ist.

Tragen Sie Salben oder Öle erst auf, wenn die Fäden gezogen sind und die Wunde komplett geschlossen ist. Massieren Sie die frische Narbe ab der 3. Woche mehrmals täglich kreisend mit einer speziellen Narbencreme oder einem Pflegeöl, um das Gewebe geschmeidig zu machen. Silikonpflaster oder -gele können helfen, erhabene Narben zu verhindern.

Inhaltsverzeichnis

Laserbehandlung bei gutartigen Hautveränderungen

Ab 250€. Bei mehreren Geschwulsten oder großer Fläche erfolgt die Berechnung abhängig von Größe, Lokalisation und Schwierigkeit
Durchführung

Erbium: YAG Laserbehandlung

Dauer

15 -30 Minuten

Betäubung

Lokalanästhesie, Injektion

Schmerz

gering

Genesung

Abhängig vom Befund, 2-14 Tage

Frequenz

1 Sitzung

Chirurgische Entfernung (Ambulante Operation)

Ab 250 €
Durchführung

chirurgisch

Dauer

20 – 45 Minuten

Betäubung

Lokalanästhesie, Injektion

Schmerz

gering

Genesung

Fadenzug nach ca. 10 bis 14 Tagen

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